Geschichte
Fähr-Lobbendorf gehört zu den jüngeren Ortsteilen der Freien Hansestadt Bremen.Erst am 1. November 1939 wurden Fähr und Lobbendorf als zur damaligen Preußischen Gemeinde Aumend gehörig in die Stadt Bremen eingemeindet.
Ungeachtet dessen reicht ihre Geschichte jedoch weit in die Vergangenheit zurück: Lobbendorf wurde erstmal im Jahre 1139,Fähr bzw.Flasdal,wie es damals noch hieß,erstmal 1203 urkundlich erwähnt.Aus bescheidenen dörflichen Anfängen haben sich Fähr und Lobbendorf seit dem ausgehenden 19.Jahrhundert zu reinen Industriearbeiterwohnorten entwickelt.Heute leben in dem 234 ha großen Ortsteil im Norden Bremers rund 8.500 Einwohner.
Sietdem der Bremer Vulkan im Jahre 1896 seinen Werfbetrieb von Vegesack nach Fähr verlegt und sich dort zu einem der größten deutschen Schiffbauunternehmen entwickelt hatte,war er für die Menschen in Fähr und in Lobbendorf bestimmend geworden.Auf dem >>Vulkan<>Vulkansee<< zu sein war Selbstverständnis und Auszeichnung zugleich und bestimmend für manch eine Biographie.
Dieses Bild,gültig sicherlich noch bis in die fünfziger Jahre dieses Jahrhunderts,hat sich seit dem natürlich verändert.Den gesallschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen der letzten Jahrzehnte hat sich auch Fähr-Lobbendorf nicht entziehen können.Und doch: wer heute mit wachen Augen durch die Strassen des Ortsteils geht,wird noch viel von dem wiederfinden und nachspüren können,was diesen Lebensraum historisch geprägt hat.
Noch steht der grosse Bockkran des Bremer Vulkan als Symbol dieser Vergangenheit auf dem Werfgelände am Weserufer.Dort werden seit dem 15.August 1997 keine Handelsschiffe mehr gebaut.Es still auf dem Werftgelände geworden und am Fähr-Lobbendorfer Werkstor,durch das täglich der Vater,der Eheman,der Bruder oder der Großvater zur Arbeit gegangen war und an dem man abends auf ihn hatte warten können.